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Archiv für Justizverfahren
Die Justiz des Nationalsozialismus war ein Instrument der Unterdrückung. In Bayreuth fällte die Außenstelle des Volksgerichtshofs Urteile, die Menschen nicht nur ihre Freiheit, sondern oft auch ihr Leben kosteten. Schauprozesse, politische Willkür und systematische Ungerechtigkeit bestimmten den Gerichtssaal. Doch was damals geschah, war für die Öffentlichkeit lange nur schwer nachvollziehbar. Vor der Digitalisierung mussten Interessierte mühsam Akteneinsicht beantragen, um herauszufinden, welche Richter, Anwälte und Beschuldigte an den Verfahren beteiligt waren – ein langwieriger und oftmals unübersichtlicher Prozess. Mit dem neuen digitalen Archiv sind diese Informationen nun erstmals strukturiert und zugänglich. Es gibt Antworten auf zentrale Fragen: Welche Personen waren an welchen Verfahren beteiligt? Welche Urteile wurden gefällt? Wie funktionierte das Justizsystem unter dem NS-Regime? Durch die vernetzte Darstellung der historischen Daten wird sichtbar, wie tief das Justizsystem in die nationalsozialistische Herrschaft verstrickt war. Das Portal ermöglicht eine gezielte Recherche, stellt Zusammenhänge dar und macht die Justizgeschichte Bayreuths greifbar – für Historiker, für Interessierte und für alle, die sicherstellen wollen, dass diese dunkle Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät.
  • Zentraler Zugang zu Verfahrensdaten: Nutzer können alle relevanten Informationen zu Verfahren, Richtern, Anwälten und Beschuldigten einsehen.
  • Verknüpfte Datensätze: Verfahren, beteiligte Personen und relevante Dokumente sind miteinander verknüpft und leicht zugänglich.
  • Strukturierte Darstellung großer Datenmengen: Große Datenmengen wurden übersichtlich aufbereitet, um schnelle Einsicht zu ermöglichen.
  • Einfache Bedienbarkeit: Das Portal bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche für die öffentliche Einsichtnahme.
  • Förderung der Transparenz: Öffentliche Einsichtnahme für mehr Aufklärung und zugängliche Informationen.
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Eliminierte Probleme durch das Projekt:
  • Schwieriger Zugang zu Informationen über Verfahrensbeteiligte ohne strukturierte Datenquelle
  • Langsame und unübersichtliche Akteneinsicht
  • Fehlende Verknüpfung von Daten zu Richtern, Anwälten und Beschuldigten
  • Kein einfacher, öffentlicher Zugang zu historischen Verurteilungen und Verfahrensdetails
Unsere Rolle im Projekt:
Unsere Aufgabe bestand in der Konzeption und technischen Umsetzung dieser Plattform. In Zusammenarbeit mit der Akademie für Neue Medien (Bildungswerk) e.V., die die redaktionellen Inhalte aufbereitete, und Herrn Burghardt und seinem Team, die die historische Forschung leisteten, haben wir eine Lösung geschaffen, die Wissen zugänglich macht und Erinnerung bewahrt.
Das Ergebnis ist mehr als eine Webseite – es ist eine digitale Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die Transparenz schafft und Geschichte für die Zukunft sichert.
Projektablauf:
Der Projektablauf begann mit einer intensiven Bedarfsanalyse und der engen Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam, um die genauen Anforderungen und Ziele zu definieren. Nach der Strukturierung und Kategorisierung der riesigen Datenmengen haben wir die Plattform entwickelt, die es ermöglicht, alle relevanten Verfahrensdetails einfach einzusehen und zu durchsuchen. Besonders wichtig war die Implementierung einer Verknüpfung zwischen den Verfahrensbeteiligten, sodass Richter, Anwälte und Beschuldigte direkt zu den entsprechenden Fällen zugeordnet werden konnten. Gleichzeitig wurde der historische Kontext der Verurteilungen während des Zweiten Weltkriegs sorgfältig aufgearbeitet und in die Darstellung integriert. Die Lösung wurde unter Berücksichtigung der Benutzerfreundlichkeit entwickelt, um den Besuchern eine einfache und intuitive Navigation zu ermöglichen. Das Endergebnis ist ein Portal, das nicht nur historische Daten zugänglich macht, sondern auch den Zugang zu einer breiten Informationsbasis für Interessierte bietet.

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