SAP zu starr für Unikate
SAP war für die Serienfertigung gedacht — für die Planung im historisch gewachsenen Werkzeugbau war es nicht der richtige Ort.
Kunden-Referenz · Werkzeugbau
Gramß ist ein mittelständisches Unternehmen aus Spechtsbrunn (Thüringen). Im SAP-Standard fand der Werkzeugbau keinen Platz für seine Planung. Also haben wir ein eigenes Mini-ERP mit Betriebsdatenerfassung entwickelt — passgenau auf die Abteilung zugeschnitten und an SAP angebunden.
Über das Unternehmen
Gramß ist ein mittelständisches Unternehmen mit Hauptsitz in Spechtsbrunn (Thüringen). Seit 1989 produziert das Unternehmen Kunststoffverschlüsse für nationale und internationale Kunden aus der Kosmetik-, Konsumgüter-, Pharma-, Medizin- und Nahrungsmittelindustrie.
Herausforderung
SAP war für die Serienfertigung gedacht — für die Planung im historisch gewachsenen Werkzeugbau war es nicht der richtige Ort.
Wann welches Werkzeug fertig wird, war schwer absehbar — Engpässe fielen erst auf, wenn sie schon da waren.
Die Werkzeuge sind sehr individuell und über verschiedene Bereiche verteilt — im SAP-Standard ließ sich das nicht sauber abbilden.
Lösung
Der Werkzeugbau bei Gramß folgt eigenen Gesetzen: Jedes Teil ist ein Unikat, Stücklisten sind komplex, und Produktionsreihenfolgen ändern sich laufend. Das führende SAP-System war auf die Serienfertigung ausgelegt und passte für diese Unikat-Fertigung nicht. Statt das ERP zu ersetzen, haben wir die Lücke geschlossen. Mit MySyde Flow haben wir ein Mini-ERP entwickelt, das passgenau für den Werkzeugbau arbeitet und sich an das bestehende SAP-System anbindet. Die Lösung bildet die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Verwaltung der Baugruppen, Stücklisten und Produktionsreihenfolgen über die Auftragsverwaltung bis zur Feinplanung. Eine Plantafel als Gantt-Chart plant Maschinen und Ressourcen, eine Betriebsdatenerfassung (BDE) meldet die Fertigungsstände direkt aus der Werkstatt zurück. So sehen Planende am Desktop und Fachkräfte an der Maschine denselben Stand. Eingeführt haben wir die Software schrittweise über mehrere Jahre. Sie begann bei der Bauteilverwaltung und wuchs Modul für Modul mit den Anforderungen der Abteilung mit.
Was umgesetzt wurde
Jedes Werkzeug wird im System geplant — von der Konstruktion bis zur Fertigung, mit Baugruppen und Einzelteilen statt in separaten Listen.
Betriebsdatenerfassung direkt aus der Werkstatt: Fertigungsstände werden in Echtzeit zurückgemeldet, der Fertigungsgrad jedes Werkzeugs ist jederzeit abrufbar.
Die Auslastung von Maschinen und Mitarbeitenden ist im Blick — Engpässe werden sichtbar, bevor sie zum Problem werden.
Die Abrechnung der Werkzeuge läuft in derselben Lösung — auf Basis der erfassten Daten, ohne den Umweg über ein fremdes System.
Auswertungen über die verschiedenen Bereiche hinweg geben der Abteilungsleitung das ganze Bild — von der Planung bis zur Fertigung.
Die Lösung schließt die Lücke zum SAP-Standard — dort, wo dieser für die individuellen Abläufe des Werkzeugbaus zu starr war, und bleibt an SAP angebunden.
Ergebnisse
1 Mini-ERP für die gesamte Wertschöpfungskette des Werkzeugbaus
Engpässe werden über die Gantt-Plantafel sofort sichtbar
Fertigungsgrad jedes Werkzeugs auf Knopfdruck abrufbar
Baugruppen und Einzelteile zentral und transparent verwaltet
Lücke zum bestehenden ERP-System geschlossen statt ersetzt
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